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Axolotl - Das Wunderwesen

Unsere Axolotl

An unserer Schule haben wir drei Axolotl. Sie leben im Schulaquarium im Biologieraum 306. Wir haben zwei Weibchen namens Ohnezahn (schwarz), Susi (weiß) und ein Männchen namens Strolch (weiß). Wir füttern sie regelmäßig unter der Woche und wechseln das Wasser.



Von links: Susi, Ohnezahn, Strolch

Der Axolotl - Steckbrief

Name: Axolotl

Weitere Namen: Mexikanischer Salamander

Klasse: Amphibien

Größe: 25 - 30cm

Alter: 5 - 20 Jahre

Aussehen: unterschiedliche Farbvariationen möglich (u.a. schwarz, rosa oder weiß)

Geschlechtsdimorphismus: Ja

Ernährungstyp: Fleischfresser

Nahrung: Insekten, Fische, Fischlaiche, Krebstiere

Verbreitung: Xochimilco-See bei Mexiko-Stadt

ursprüngliche Herkunft: Mexiko

Schlaf-Wach-Rhythmus: nachtaktiv

Lebensraum: sauerstoffreiches Gewässer, Kalt- und Süßwasser

natürliche Feinde: Raubfische

Geschlechtsreife: 8 bis 15 Monate

Paarungszeit: Frühjahr

Eiablage: 80-800 Eier

Sozialverhalten: Einzelgänger

Vom Aussterben bedroht: Ja

Feinde: Vögel, Fische




Die Art Axolotl

Ein Axolotl hat eine durchschnittliche Körperlänge von 18-20 cm und eine Lebenserwartung von 10-20 Jahren.

Die Axolotl erkennt man vor allem an ihrem Rundschwanz, welcher etwa die Hälfte ihrer Gesamtkörperlänge einnimmt. An den länglichen Körper knüpft ein großer runder Kopf an, welcher mit zwei weit auseinander stehenden Augen versehen ist. Hinter den Augen wachsen seitlich je drei Kiemenäste, welche mit Hilfe von Muskeln bewegt werden können. Die Grundfarben der Axolotl sind grau bis braun, zur Bauchseite werden sie heller und im Rückenbereich sind sie mit dunklen Punkten/Flecken versehen. Mittlerweile kann man auch albinotische Zuchtformen im Handel erhalten.




Der ursprüngliche Lebensraum der Axolotl

Anders als die übrigen Lurche, die sowohl im Wasser, als auch auf dem Land leben, verbringen die Axolotl ihr ganzes Leben im Süßwasser. Sie benötigen sauerstoffreiches Wasser und da sie keine Strömung mögen, leben sie in stehenden Gewässern wie in kleinen Tümpeln, Seen der mexikanischen Hochebene rund um Mexiko City, vor allem aber im Xochimilco-See.

Der Xochimilco-See liegt etwa 20 bis 25 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Mexiko City und liegt mit ihr auf gleicher Höhe von 2300 Metern. Er ist etwa 35 Quadratkilometer groß und bildete früher mit dem erheblich größeren Chalco-See ein einheitliches Gewässer. Doch der See von Xochimilco besteht mittlerweile nur noch aus einem verwirrenden System von Kanälen, deren größte Breite 20 Meter nicht überschreitet. Wegen der Aussetzung räuberischer Fische und des Verlustes von Lebensraum ist der Axolotl in seinem ursprünglichen Lebensraum fast ausgestorben. Eine weitere Gefahr für den Axolotl ist, dass er das ganze Jahr hindurch gefangen und täglich in Xochimilco, Ixtapalapa und den anderen am See liegenden Ortschaften, vor allem aber in der Hauptstadt Mexiko City, auf die Märkte gebracht wird. Heute leben viele Axolotl in Aquarien bei uns zu Hause oder wie bei uns in unserem Schulaquarium im Biologieraum.



Das Wunder der Regeneration

Für einen Axolotl ist es kein Problem einen Arm, ein Bein oder einen Teil seines Schwanzes zu verlieren.

Ein Axolotl regeneriert sich durch fortlaufende Spezifizierung, das heißt die Regeneration des Gliedmaß erfolgt in einer zeitlich festgelegten Reihenfolge.

Das faszinierende dabei ist, das jedes einzelne Segment das wieder aufgebaut werden muss, eine eigene Identität/ ein eigenes Gen hat.

Wenn ein Axolotl zum Beispiel einen Arm verliert, dann bilden sich zuerst die Zellen mit dem Gen des Oberarms. Während dessen bilden sich Vorläuferzellen für den Ellenbogen, wiederum mit einem anderen Gen. Dann für den Unterarm, dann für die Hand und dann für die Fingerspitzen. So regenerieren sich die Axolotl ohne Probleme.


Die Fortpflanzung des Axolotl

Mit etwa 8 bis 15 Monaten werden Axolotl geschlechtsreif. In ihrem natürlichen Lebensraum pflanzen sie sich im Frühjahr fort. Zur Fortpflanzung führt das Männchen eine Art Tanz auf die „Balz“. Daraufhin werden eine oder mehrere Spermatophoren auf dem Boden abgesetzt, welche das Weibchen mit der Kloake aufnimmt. Einige Stunden später erfolgt das Ablaichen. Dabei legt das Weibchen zwischen 80 bis 800 Eiern. Die Eier werden in kleinen Trauben, die aus 10 bis 30 Eiern bestehen und durch einen schützenden Geleemantel umgeben sind vorzugsweise an die Blätter von Wasserpflanzen angeheftet. Die Larven schlüpfen, stark temperaturabhängig, nach ungefähr 15-20 Tagen. Zunächst zehren sie noch zwei Tage von ihrem Dottervorrat, bevor sie selbstständig auf Nahrungssuche gehen.




Die Nahrung der Axolotl

Axolotl sind Kamivoren, was bedeutet, dass sie sich ausschließlich von Tieren ernähren z.B. von Regenwürmern oder von Fischen.

Es ist ihnen egal welche Tiere sie bekommen und ob sie tot oder lebendig sind. Axolotl kann man auch Trockenfutter geben allerdings sollte man darauf achten, Abwechslung in das Futter der Axolotl zu bringen. Es wurde außerdem beobachtet das die Tiere in Einzelhaltung, was ihr Futter angeht, wählerischer sind als Axolotl in Gruppen da bei ihnen der Futterneid existiert.

Die Axolotl orten ihr Futter über ihren Geruchssinn, ihre Sehkraft oder sie orten ihr Futter Tertiär, das heißt durch Schwingungen oder Erschütterungen im Wasser. Die Axolotl orten also ihre Nahrung, begeben sich dann in ihre Richtung und reißen, kurz bevor sie an dem Tier angekommen sind, unkontrolliert ihr Maul auf. Durch den dadurch entstandenen Sog ziehen sie die Nahrung in ihr Maul. Wegen ihrer eher unkontrollierten Essensweise sollte man Axolotl gezielt füttern z.B. mit einer Pinzette, man sollte das Essen also nicht einfach fallen lassen. Dieses gezielte füttern funktioniert besonders gut mit Regenwürmern und Fischstreifen. Es empfiehlt sich allerdings auch zusätzliche lebende Futtertiere in das Aquarium zu tun, da dies den Jagdbetrieb fördert. Die Tageszeit zum füttern ist egal, man sollte sie nur nicht während der Beleuchtungszeiten füttern.



von Katharina Brosa, Theresa Metro, Alexandra Schmidt, Maya Weber, 7c

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