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  • AutorenbildSchnurps Redaktion

Misty Fields

Willkommen in Alsien, dem friedlichen Tal, welches von Bergen und frisch-grünen Bäumen umgeben ist. Jedoch drohte eines Tages eine Gefahr in violetter Farbe. Und genau an diesem Tag dachte Günther, dass er die Welt retten werde. Zum Glück noch nur in seinen Gedanken ...

Er hatte schon seit Wochen auf Jemanden gewartet, der ihm die Legende sagt, wie er die Welt retten kann. Jedoch kam dieser "Jemand" nie an. Vielleicht ist dieser "Jemand" eher ein "Niemand". Vielleicht wartet der Niemand schon seit Wochen auf ihn und eigentlich sollte er ihn finden. Vielleicht sollte er den magischen Wissenschaftler von nebenan fragen. Denn dieser kannte bestimmt die Lösung für dieses Violette, war aber selbst zu faul, sich selbst darum zu kümmern und daher sollte Günther kommen und die Welt vor dieser Gefahr retten.


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Wo begann die Geschichte? Achja. Vor dem Thaumaturgy-Institut der Magie. Und in dieses trat ich gerade ein. Was für ein Zufall. Das Institut ist ein mysteriöser Ort, dort sind Bücher, viele Bücher und Regale voll mit Büchern gepackt. Ich weiß, Bücher machen schlau, aber kann dieser Effekt auch gestapelt wirken? In ihnen findet sich eine Menge neuer Krimskrams, welchen ich nicht verstehe. Und zu sehen bekomme ich diese auch nicht, weil die Leute die Sachen immer vor mir sicher halten. Ich bin doch nicht so gefährlich. Ich brenne nicht, ich trage keine Stacheln und meine Zehen sind sauber. An den Wänden des Flures stehen auch Regale, aber diesmal vollgefüllt mit Schriftrollen und Marmeladengläser voller farbiger Flüssigkeit. Jede Flüssigkeit besitzt eine andere Farbe. Die Leute sagen, dass dies extrahierte Konzentrationen vielerlei Arten von Stoffen sei, die es in der Welt gibt. Ach sieh an, wer da war, es war Guldof, der mich schon seit vielen Jahren kennt.


"Hallo magischer Freak." ,begrüßte ich ihn, ich hatte wieder vergessen, wie sein Name war. - "Nenn mich nicht Freak, Günther! Ich kenne dich schon, seitdem du geboren bist und du weißt immer noch nicht, wie ich heiße!? Wir sind Thaumaguren, Wissenschaftler des Thaumaturgy-Instituts der Magie, nicht Freaks der Magie. Ich habe es langjährig studiert unter schlimmsten Konditionen. Und was willst du von uns schon wieder? Dein Haustier ist immer noch nicht hier. Keine Ahnung, wo hin es gelaufen ist und das Monster unter deinem Bett ist dein Haustier und schau bitte dort nach. Und wenn du nur gekommen bist, damit ich deine Noten "hochzaubern" soll, dann bist auch du falsch.", sagte Guldof genervt.


Er sagte immer, er wünsche sich hohe Anerkennung für seine stählernen Nerven. Alle seine Kollegen sind wegen mir in die entfernte Burg "Fort Utzel" umgezogen, ich weiß immer noch nicht, warum ich nervig bin, ich frage doch freundlich. Und Guldof ist immer noch hier... Als einziger, der hier seine müssigen Tätigkeiten macht.


"Nein, ich will euch helfen, wofür ihr zu faul seid", antwortete ich auf Guldofs genervte Aussage. "Oh... Endlich... Dann hol den Besen und kümmere dich um die Fluren, die sind schon immer eine Sauerei seit du unser Nachbar bist." Guldof strahlte vor Freude. Als Putzfrau Legende werden? So klappt es doch nicht! "Nein. Ich will die Welt retten... Vor diesem violetten Ding … diesem violetten Schmutz.", sagte ich. Guldof war überrascht, er grübelte und antwortete "Ich nenne es den violetten Tod. Es ist eine pflanzen-ähnliche Substanz. Die magischen Essenzen wären ... Praecantatio, die Magie und Perditio, was eine unkontrollierte, zerstörerische Essenz ist, wir haben keine Ahnung, wie diese Kombination offiziell genannt wird, aber wir nennen es den violetten Tod, da es Lebewesen angreift und dann deren Gehirne absorbiert und somit ihre Kontrolle nimmt. Also nichts Gutes für dich. Nimm Acht vor den vergifteten Tieren, sie sind zerstörerisch und greifen einen an...".


"Warte!", unterbrach ich und schüttelte meinen Kopf. "Davon weiß ich schon. Aber wie kann ich die Welt retten?" Guldof hatte diese Frage erwartet und antwortete: "Was!? Welt retten? Dann brauchst nur … ähm, diese Rolle mit … wissenschaftlichen Dokumentation über den violetten Tod, welche du nach Fort Utzel bringen musst. Dort sind ein weiteres Institut der Magie und die Leute, und bitte erschrecke sie nicht, obwohl du sie kennst. Diese Leute brauchen meine Information dringend, vor allem … da ich der einzige Thaumagure bin mit der Stärke von Definition neuer Elemente."


"Und wie geht so was?", fragte ich. "Es ist eine simple Konstellation aus den 6 Grundelementen. Ignis, Aqua, Terra, Aero, Ordo und Perditio. Man kombiniert diese und erhält Elemente, die deren Eigenschaften besitzen. Zum Beispiel fügt man Aqua und Terra zusammen, also Wasser und Erde, so erhält man Victus, das Leben", erklärte Guldof. "Hoffentlich bist du jetzt verwirrt."


"Das ist ja leicht", sagte ich mit Freude. "Ist ja leicht, wie Farben mischen." "Och!", erwiderte Gudolf empört. "Geh doch schon los. Du musst die Welt retten. ... Ich drücke dir die Daumen", kicherte Gudolf.


Ich wunderte mich, warum er am Ende des Satzes so lustig war. Aber darum sollte ich mir keine Sorgen machen. Ich verabschiedete mich von Gudolf und verließ das Institut. "Tschüss, ich freue mich dich wieder zu sehen", sagte ich Gudolf mit einem breiten Grinsen zuwinkend. Ich hatte ihn noch nie so glücklich gesehen. Ob das an einer seiner neuer Erfindungen lag?


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Ich ging nach draußen und schaute die Wolken an. "Wo soll ich anfangen? Und was essen wir auf dem Weg? Ich will nicht alleine gehen. Vielleicht finde ich ein paar Leute aus der Schule, die mir helfen."


Ich ging sofort zu dem Hof meiner Schule und stellte mich genau in dessen Mitte, damit mich hoffentlich jemand hörte. "Hey ihr, wollt ihr ein krachendes Abenteuer? Dann seid ihr bei mir richtig", schrie ich, während dabei die halbe Schule kreischend den Schulhof verließ. Vielleicht ist es schon schulfrei.


"Krachend? Eher krachend niedriges Niveau! Hahaha", rief ein Rüpel und kam mir näher. "Wirklich?!", wunderte ich. "Aber wollt ihr nicht die Welt retten?" "Die Welt? Mache erstmal deinen Abschluss und dann können wir reden, wer hier die Welt rettet", sagte der Rüpel. "Du bist bloß ein Nerd", rief ich zurück, weil ich nicht wusste, was ein Niveau war. "In der Wildnis wirst du eh nicht überleben!" "Ich?! Nerd?!", der Rüpel war erzürnt. "Ich zeig dir, wer der stärkere ist und du wirst ein blaues Wunder erleben, komm ruhig näher, wenn du ...", drohte er.


Wenn andere Menschen drohen, dann müsste mein Charisma wohl fehlgeschlagen sein. Vielleicht ist es jetzt Zeit zu fliehen.


"Hey warte ... wo ... wo bist du? Bist du einfach weggelaufen? Verdammt."


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Naja, zwar war ich nicht über alle Berge, aber sich in einem Busch verstecken war gut. Hoffentlich sieht er mich nicht ....


Aber warte! Ich spüre eine Wärme hinter mir, ist es ein Busch-Vieh?


"H... Hallo, versteckst du dich auch aus Angst?", antwortete eine kindliche Stimme hinter meinem Rücken. Ich drehte mich um, aber ich konnte nur eine Silhouette erkennen. "Wer ist da? Ein Busch-Troll?", fragte ich ängstlich.


"N ... nein ... ich bin einfach genauso wie du.", antwortete die Stimme. "...Ist das wohl ein Klon von mir. Warte, heißt dies, dass es mein "Drei-Minuten-in-die-Zukunfts-Ich" ist?"


"Hallo Günther", antwortete ich mit Freude. Vielleicht kann ich so Gefahren erkennen. Indem es meinem Zukunfts-Ich als erstes geschieht und dann mir selbst. So kann ich doch ganz gute Noten bei Klassenarbeiten abstauben. "Nein, ich heiße eigentlich Lunka. Also heißt du dann Günther. Aber eigentlich meinte ich damit, dass ich wie du ein Mensch bin." Naja, meine Theorie hätte mir besser gefallen.


Kann es sein das es mich schon immer gesehen hat? Und daher fragte ich: "Hast du mich beobachtet?" Lunka schüttelte den Kopf. "Ich verstecke mich vor den anderen." "Wollen die was von dir?", fragte ich neugierig. "Nein, die wollen nichts", antwortete Lunka.


"KANNST DU WAS ANDERES SAGEN ALS NEIN?!", schrie ich. Lunka erschreckte sich und flüsterte: "... Du weißt, dass dein Gebrüll die anderen aufmerksam macht?" "OH SCHRECK! KOMM MIT MIR IN DEN NÄCHSTEN BUSCH!", schrie ich und nahm Lunka an die Hand. Vielleicht ist der nächste Busch sicherer.


Währenddessen konnte ich doch mal Lunka betrachten. Lunka ist etwas kleiner als ich, obwohl ich auch nicht der größte bin. Mit weißem mittellangem Haar und großen blauen funkelnden Augen. Er trägt graue Shorts mit blauen vertikalen Streifen an den Seiten und hat ein schwarzes T-Shirt. Er schaute mich an und sagte: "Pass auf!"


Ich schaute nach vorne und sah einen umgefallenen Baumstamm, dieser Baumstamm blockierte mir das Weitergehen und daher musste ich noch zwei Meter purzeln und fiel genau in ein Gestrüpp. Glückstreffer! Oder Bingo? "Jetzt sind wir wieder sicher", rief ich mit Stolz und da fiel mir ein: "Achja. Ich will die Welt bereisen."


"Ok. Ich komme mit", bestätigte Lunka. "Was? So schnell? Ich habe dich überzeugt ohne ein weiteres Wort zu sagen?" "Günther, Du bist halt sympathisch", flüsterte Lunka. "Aber Guldof sagte der Thaumaturgy, ich besäße keine Sympathie", widersprach ich. "Nimm mich einfach mit!", forderte Lunka. Ich nickte und sagte: "Ok"


Es sah aus, als hatte der Rüpel nun das Interesse an uns verloren, das musste an dessen kurzer Gedächtnis-spanne liegen. Ha! Ich gab Lunka ein Zeichen und wir krochen aus dem Büschen heraus. Lunka fragt neugierig: "Wann wollen wir losgehen?" "Jetzt", antwortete Ich.


"Was schon jetzt?", wunderte sich Lunka. "Ja, wir haben es befohlen bekommen und wir müssen auf den Weg", sagte ich. "Wer hat´s dir befohlen?", fragte Lunka. "Naja... Der Quests-Geber", antwortete ich.


"Wer ist der Quest-Geber?", formulierte Lunka die Frage anders. "Der Freak der mein Nachbar ist", sagte ich. Lunka wirkte verwirrt. Wie hieß er nochmal, der Magic Freak? "Der Thaumatürschi oder so", verdeutlichte ich. Lunka verstand, was ich meinte und antwortete: "Meinst du etwa die Leute aus dem Thaumaturgy-Institut?" "Ja. So heißen sie genau. Auch wenn zurzeit nur Gudolf dort arbeitet", sagte ich. Lunka sagte: "Wow! Du kennst die auswendig?" "Ja", antwortete ich. "Früher, als ich jünger war, habe ich die immer besucht. Und am Ende jedes Tages schmissen sie mich heraus. Vielleicht wurde der Laden am Ende des Tages geschlossen."


"...Dann lass uns loslegen und die Wildnis gehen!" "Aber alleine ist es zu gefährlich", erwähnte Lunka. "Ja, wir brauchen nur ein Holzschwert ... und ein Paar Partymitglieder.", erklärte Ich. "Du bist auch in voller Freunde, aber da brauchst du nicht immer diese RPG-Wörter zu sagen", sagte Lunka. Ja... Lunka hatte Recht, vielleicht sollte ich es doch nicht so sehr übertreiben, sonst könnte niemand mich verstehen. Ich akzeptierte Lunkas Meinung: "Ja ... ich bin einfach froh, endlich mal los zu gehen.


Ich wusste nicht wo wir mehrere Personen finden können, aber da fiel mir was ein: "Hm... Wir könnten doch ein paar Leute in der Taverne finden, die uns helfen können."


Lunka erschrak plötzlich und flüsterte: "Nein, ich möchte nicht da rein..." "Wieso?", fragte ich neugierig. "Ich will nichts trinken!", antwortete Lunka zurück. "Du musst nicht unbedingt trinken gehen, wenn du in die Taverne gehst, die Taverne ist nicht nur als Ort des Trinkens gedacht, man kann auch dort mit anderen sprechen und neue Freunde finden", sagte ich wiederum.


"Ich spreche nicht gerne mit anderen, weil man mich für komisch hält", flüsterte Lunka.


Lunka hatte Recht, er wirkte blasser als die Leute in der Gegend, die er kannte. Aber hatte ich schon ein gutes Wort parat:


"Du bist nicht komisch, du bist einzigartig, jede Person ist einzigartig und jeder hat seine besonderen Eigenschaften. Zum Beispiel... bin ich mal gestolpert. Und das auf dem Boden"


"... Ok", nickte Lunka. "Komm lass uns zu der Taverne gehen", sagte ich fröhlich. Es war endlich an der Zeit, diese zu besuchen.


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Es war schon Spätnachmittag. Zu dieser Zeit waren die Farben im Himmel sehr warm. Vollkommen klar! Das sind doch die Vorzeichen der Dämmerung. So schön es auch war. Ich schaute mich noch vor der Taverne nach Lunka um, Lunka aber, konnte ich einfach nicht sehen. Vielleicht hatte er sich doch nicht getraut. Schade.


Also ging ich rein in die Taverne. Man kann sich es vorstellen... wie eine Taverne halt. Immer die typischen Stammgäste, die gähnende Ruhe und die herumschwirrenden Fliegen. Ich ginge zur Theke und begrüßte den Barkeeper: "Hallo, ich möchte einen Plombier." "Wir servieren kein Eis.", sagte der Barkeeper enttäuscht. Wieso dachte der Barkeeper an Eis? "Häh, doch kein Eis. Na gut. Dann eben einen Becher Wasser. Wissen sie? Ich will die Welt bereisen und auch vielleicht ein paar Quests lösen oder auch Geschichten und Legenden finden", sagte ich.


"Naja, als ich in Ihrem Alter war, ich war ein Reisender, wie Sie jetzt. Da habe ich jedoch nicht in der Taverne nach Begleitern gesucht. Aber warte ... wer ist die hübsche Dame neben dir?", fragte der Barkeeper. Ich schaute mich um ... Mann ... ein weiterer Mann ... ein Betrunkener ... ein Junge neben mir, aber ich sah keine. "Wen meinen sie?", fragte ich verwirrt.


"Na die, die direkt neben Ihnen sitzt." Also meinte er den Jungen?! "WAS?", sagte ich überrascht. Ich war noch überraschter, nachdem ich bemerkte, dass es Lunka war, der sich verkleidet hatte. Lunka wurde rot im Gesicht und versteckte sich unter einem Tisch.


"Er ist eigentlich ein Junge", sagte ich. Der Barkeeper sagte empört: "Was? Sind Sie verrückt? Ich dachte er wäre ein Mädel." Währenddessen schaute ich unter dem Tisch, ob Lunka noch da war. Jedoch war er nicht mehr da. Daher ging ich nach draußen. Na toll! Zu trinken hatte ich immer noch nichts.


"Heh heh ... das erste Weib, das sich nicht zähmen lässt, du hast'n Rekord gemacht. Von einer großen Zahl... EINER EINS! hahaha!", hörte ich noch von hinten, von dem betrunkenen Gast wahrscheinlich. "Schnauze! Fall nicht rein, das ist keine Frau!", brüllte der Barkeeper noch.


Als ich draußen war, sah ich Lunka auf einer Bank heulen. "Ist alles in Ordnung?", fragte ich. "Ich, ich mag es nicht, wenn Fremde mich ansprechen", stotterte Lunka. "... vielleicht hätte ich dich doch nicht mitnehmen sollen. Aber wollen wir es nicht vielleicht im Café probieren. Aber seit wann heißt du dich verkleidet?!"


"Sucht ihr nicht nach Begleitern?", fragte eine freundliche Stimme hinter mir schon wieder. Ich drehte mich um und sah zwei Personen. Der, der vorher sprach, fuhr fort: "Lasst uns grüßen, ich bin Fritz und das ist Ryota." Ich sagte erleichtert: "Ah wie schön. Ich habe schon schlimmeres erwartet. Wie ... Pferde. Pferde sind gruselig. Da ihr auch mitkommen wollt, will ich euch was zeigen... Wir müssen ..." Ich holte die silberne Rolle aus meine Hosentasche und setzte meinen Satz fort: "... diese Rolle nach Fort Utzel bringen. Lasst uns umgehend losgehen."


"Halt!! Der Weg ist wegen dem violetten Tod viel zu gefährlich", warnte Fritz. "Was?! Aber es hieß, der Weg wäre noch sicher", wunderte ich. "Vor zwei Wochen", bestätigte Fritz. "Was? Aber, Aber... wie können wir Fort Utzel erreichen?", stotterte ich. Wie sollten wir es in kürzester Zeit schaffen? "Über den Umweg durch die nordöstlichen Ghinka Gebirge, an der Zwergenfestung Ingiz entlang", erklärte Fritz. Was für ein toller Navigator er war.


Aber trotzdem motzte ich: "Das ist doch langweilig. Warum sollten wir den sicheren Weg nehmen, wenn wir Abenteurer sind?" Fritz sagte: "Wir sind noch zu unerfahren, Weltkatastrophen zu lösen. Wir sind doch erst nur Postboten." "Ja... Du hast recht... Wir schicken bloß die silberne Rolle, die werden die Thaumaguren brauchen, um eine Lösung für den violetten Tod zu finden", stimmte ich traurig zu.


"Es hilft nur wenig, da die Professoren erst die Ursprünge des violetten Todes finden müssen", fügte Fritz noch hinzu. "Du bist aber informiert, wo hast du das her?", fragte ich neugierig. Er antwortete: "Habe ich mal gehört. Es könnte aus den Kobold-Stämmen in der Wildnis Nordwestlich kommen. Aber es greift selbst die Kobolde an."


"Wenn wir morgen zu den Ghinka reisen, werden wir in ungefähr einer Woche das Ziel erreichen. Das heißt, wir brauchen etwas Proviant und eine Reisetasche. Menno, das liegt bei mir noch zu Hause. Und heute los zu gehen will ich jetzt auch nicht mehr, weil die Nacht bricht schon Nahe ein", motzte ich. "Ok, dann beginnen wir unsere Reise morgen, wir treffen uns am Nördlichen Tor am Dorfrand."


Ich ging wieder Heim und versuchte mich zu erinnern, wie viele Erwartungen ich am Anfangs hatte. Was stand überhaupt in der Rolle und wie sollte das den Thaumaguren helfen. Vielleicht führte es sie zum Ziel, auf welche Weise man die befallenen Landschaften von dem violetten Tod kurieren konnte. Aber wer verursachte überhaupt diesen violetten Schmutz? Wer war dahinter schuld? Viele meinten, es wären die Kobolde? Diese liefen alle aus ihren Heimaten, aber warum griff dann der violette Tod auch sie an? Wer steckte dahinter? Aber jetzt sollte ich schlafen gehen.


Am nächsten Tag stand ich auf und sammelte Proviant für die Reise, ich blickte nochmal auf die Landkarte: Anhand dieser sah ich, dass wir Richtung Nord-Ost gehen musste, um die Route durch den Splinau-Wus, den neulich von Kobolden gerodeten Wald und durch das Ghinka-Gebirge an den Tälern vorbei zu führen. Anschließend sollten wir einen Halt am Zwergenfurt Ingiz vollziehen, woraufhin wir die Ghinka verließen und Fort Utzel erreichten.


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Morgen, die Sonne geht auf, der Hahn schreit. Gähnend bin ich da ... Als Günther, der Retter von Alsien des Morgens. Jedoch bereue ich den Treffpunkt so früh gemacht zu haben. Denn es ist kühl, das Gras ist übersät mit frischem Tau und es sind noch ein paar Nebelschwaden in den Wäldern. Na da hoffe ich, dass die neu eingezogenen Kobolde, nicht plötzlich gegeneinander laufen wie Blinde, weil der Wald noch so nebelig ist.


Ich wartete auf einer Bank mit Lunka. Lunka war schon hier bevor ich hier gewesen war, er sagte, dass er liebend die Nebelschwaden des Morgens betrachtet. Eine Faszination, die ich nicht verstehen kann, der Nebel ist trüb, wegen dem läuft man über Baumstämme und fällt hin. ... Na gut, ich stolpere über Baumstämme auch ohne den Nebel. Lunka ist irgenwie so geheimnisvoll, der weiß, wie man sich feminin verkleiden kann, hat sich anscheinend schon immer in der Schulpause in Büschen versteckt und dann besitzt er noch eine Liebe für vernebelte Landschaften.


Und hey, da kommt Ryota, er kam mit einem Gepäck an.


"Guten Morgen Ryota, du hast ja die ganze Zeit noch nichts gesprochen, bist du auch so schüchtern wie Lunka?", fragte ich neugierig. Ob dies auch heißt, dass er sich so feminin verkleidet wie Lunka?


"Nein, mein lieber Genosse. Ich spreche nur das nötigste. Bei Themen, in denen ich über hervorragendes Wissen verfüge, werde ich mein Wissen mit meinem Herzen weitererzählen." - "Das war eine sehr schöne Antwort von dir."


Ryota blieb verschwiegen, ich sah auf Ryotas Gesicht ein Lächeln. Normalerweise gibt er einen ziemlich neutralen Ausdruck, es ist mir nie klar, wie er sich so fühlt.


Ich frag mich, wo Fritz bleibt. Der Nebel löste sich auf. Schade, jetzt fühle ich keine frische Brise auf meinen Gesicht mehr. Und Lunka bedauert das Auflösen des Nebels. Ich finde, dass einer seiner Wünsche auf jeden Fall wäre, in einen Ort zu leben wo es ewig nebelt.


"Wartet auf mich?" schnaufte es aus der Ferne, es war Fritz. "Ich habe fast vergessen, dass es schon morgen ist. Mein ähhh ... mein Hahn hatte morgens nicht gekräht und ich habe fast verschlafen."


"Aber es ist immer noch morgen früh, alles ist ok, wärst du früher gekommen dann wäre es noch klare Nacht." versicherte ich ihm. Zum Glück hat er seine Sachen noch mitgenommen. "Oh pfuuuh, ich dachte schon, dass ihr mich vergessen habt. Super, wir sind alle da. Dann können wir loslegen.", sagte ich, "Und wisst ihr was mir beim zuschauen des Nebels für eine Idee gekommen ist? Wir könnten doch die Kobolde fragen, ob sie mehr zum violetten Tod wissen, da deren Heimatdorf sehr davon getroffen wäre in der Theorie. Und ja, ich musste kichern, weil ich an Kobolde gedachte habe, die ständig stolpern und gegeneinander laufen, weil es in unseren Wäldern morgens oft nebelig ist. Die armen Kobolde ..."


Fritz schnaubte nicht mehr und antwortete: "Die Kobolde fragen? Klingt relativ gut. Aber bist du sicher, dass die antworten?" - "Die Kobolde haben eine eine kleine Rückzugsbefestigung aufgestellt, ich bin mir sicher, wenn wir uns bei ihnen erkundigen möchten, dann am besten hier."


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Wir sind jetzt im Wald, die Vögel zwitschern überall umher, kleine Pilze wachsen aus dem Unterholz. Das Licht schimmert durch das Dickicht und noch sind keine Kobolde zu sehen ...


"Aber Günther, die Kobolde wohnen doch nicht direkt hinter den Bäumen von unserem Dorfrand.", sagte Lunka. Ich bin überrascht, diese Reise fühlt sich schon ewig an, aber wir sind ja noch gar keine 100 Schritte von dem nördlichen Dorftor entfernt. "Hmmm ja, aber warum wohnen die nicht direkt in unserem Dorf"


"Kobolde fühlen sich bei uns nicht willkommen.", erklärte Fritz. "Obwohl wir hier auf dem Goran Plateau mit allen Reichen immer noch sehr friedlich leben.

Einst war es ein großes Bündnis von allen auf dem Goran, die sich von den Gefahren von außen schützten und dem Volk ging es gut."


Ryota erklärte noch dazu, "Außerhalb von Goran ist die Wildnis, die nicht unter dem Schutz von den Gottheiten der Zwergen dessen Heiligtum im ehemaligen Ingiz haust, die Gottheit hatte alle Bestien von dem Plateau verbannt, weshalb auch diese Region sehr friedlich ist.

Aufgrund des Angriffs des Drachens auf das alte Ingiz, wurde unglücklicherweise der Zugang zu dem Heiligtum versperrt. Somit wissen wir leider nicht, wie sie über uns zur Zeit denken.

Viele vermuten, dass sie über uns erzürnt sind, da der violette Tod schon einige Landschaften bewachsen hat."


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"Uaaaa!", nichts ahnend stolperte ich über einen Baumstumpf und dabei war es gar nicht mal nebelig, ich hoffe, dass die Kobolde es nicht bemerkt haben, sonst würden die mich ja noch auslachen. Hoffentlich können die keine Gedanken lesen, denn das hier wäre dann auf jeden Fall Karma. - "Alles in Ordnung?", Fritz war schockiert. Zum Glück war Ryota schon mit seiner Rede fertig gewesen, ich würde es Schade finden, da er sehr informativ erzählt. "Ja, alles ist in Ordnung. Und Ryota ich glaube, dass wir mal Alt-Ingiz einen Besuch abstatten sollten." - "Weißt du nicht, dass die Zwerge nach der Evakuierung von Alt-Ingiz, den Haupteingang gesperrt haben und darauf einen Haufen von Geröll geschüttet haben, um Leute davor zu hindern, herein zu kommen? Und niemand weiß mehr wie man durch die Ghinka die alte Festung in erster Stelle finden kann, es wurden viele Wege zwischen den Bergen Ghinkas gebaut, diese haben Zwerge damals errichtet um die Infrastruktur zu verbessern, die zur Suche von Erzen halfen. Es gibt das Gerücht, dass der Drache noch bis zum heutigen Tag in der Zwergenfestung haust, da niemand den erwähnten Drachen nach der Evakuierung gehört oder in der Luft gesehen hat."

"Sicher, dass nicht ein Held ihn erlegt hat?", fragte Lunka nervös. "Leider ist nichts von einen Helden bekannt, der den Drachen tötete.", Fritz grübelte nach und fügte hinzu: "Aber ich bin auch nicht der große Wisser von Heldentaten." "Aber hey!", sagte ich aufgemuntert, "Wir können doch in den Hallen der Helden nachschauen, diese wollte ich schon immer mal besichtigen, das liegt in Fort Utzel, eine der größten Städte in ganz Alsien. Äh, beziehungsweise unser Ziel ohnehin ..." "Gute Idee, wollen wir dies machen, nachdem wir die Rolle den Thaumaguren übergeben haben.", fragte Fritz. "Ja, geht so."


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Endlich sind wir angekommen, das Lager der Kobolde, naja wir sind eigentlich vor deren Palisaden, welche eher stumpf und wie ein Zaun aussehen. Erinnert mich an einen Garten. Viele gefällte Baumstämme sind hier gestapelt, aber weit und breit gibt es keinen einzigen Baumstumpf. Scheint relativ komisch zu sein, da viele meinten, dass die Kobolde einen großen Teil von dem Wald gerodet haben, aber wahrscheinlich haben sie die Stämme einfach von ihrer Heimat mitgenommen. Wow, die sind stark für deren Größe. Ich frage mich von wo sie die Baumstämme herhaben. Vor dem offenen Tor sind einige Kobolde, die wahrscheinlich über die neusten Themen tratschen.


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Von Arthur Anufriev, MSS11

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